Der Wortklauber vermeidet...

 

  • Überheblichkeit, die Sprache als Machtmittel statt als Hilfsmittel benutzen.
  • Rechthaberei, um Diskussionen gewinnen zu wollen statt Texte zu verbessern.
  • Pedanterie ohne Sinnbezug und Regeln anwenden, auch wenn sie den Text schlechter machen.
  • Besserwisserei durch Belehren. 
  • Engstirnigkeit und nur eine „richtige“ Form gelten zu lassen.
  • Tonfall, Zielgruppe und Kontext zu ignorieren.

  • Formalismus um jeden Preis, in dem sich Stil und Wirkung hinter Paragraphen verstecken.
  • vorschnelle Urteile statt sorgfältiger Prüfung.
  • keine Ausnahmen zuzulassen, auch wenn sie stilistisch sinnvoll sind.
  • sich an Nebensächlichkeiten festzubeißen und das Wesentliche zu übersehen.
  • Humorlosigkeit.
  • Sprachwitz, Ironie oder Kreativität wegzukorrigieren.
  • neue Sprachentwicklungen grundsätzlich abzulehnen.

 

Der Wortklauber...

 

  • ist sicher in der Beherrschung von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. (Ausnhamen [!] bestätigen die Regel)

  • verfügt über feines Sprachgefühl.

  • kann Nuancen, Konnotationen und Stilbrüche in Texten erkennen.

  • bemerkt kleinste Unstimmigkeiten oder Wiederholungen.

  • prüft, ob Aussagen konsistent, nachvollziehbar und korrekt sind. 

  • kann Zusammenhänge rasch erfassen, implizite Bedeutungen erkennen.

  • wählt Wörter nach Sinn, Zweck und Wirkung gezielt aus.

  • hat Geduld und Ausdauer, auch lange oder komplexe Texte sorgfältig durchzugehen.

  • hinterfragen kritisch Bedeutungen, Fakten und Formulierungen.

  • kann Aufbau, roter Faden und Argumentation beurteilen.

  • formuliert sachlich, respektvoll und konstruktiv.

  • kennt Normen und kann sie situationsgerecht anwenden.

  • unterscheidet im Stil zwischen formell, informell, sachlich, kreativ und vielem mehr.

  • recherchiert kompetent, klärt Unsicherheiten und prüft Quellen.

  • erkennt und vermeidet diskriminierende, irreführende oder manipulative Sprache außer die Verwednung dient als Stilmittel.